ASB international

Wasser für Lamu - Wie alles begann

Wie alles begann – Die Anfänge

Das Hilfsprojekt begann mit einer ersten spontanen Spendenaktion der Familie Hoffmeyer-Zlotnik und ihrer Freunde. Bei einer privaten Reise nach Lamu, einer ehemaligen Provinzhauptstadt im Nordosten Kenias, im März 2017 wurde der ehemalige Geschäftsführer der ASB Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Falkensee, Ulf Hoffmeyer-Zlotnik, auf die Lage der Schule und des Heims aufmerksam. Das Heim und die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche liegen nur wenige Kilometer vom Indischen Ozean entfernt. In der Gegend herrscht extreme Trockenheit, der Boden besteht hauptsächlich aus Korallenablagerungen, wodurch das Grundwasser sehr salzhaltig und somit ungenießbar ist. Noch während der Reise organisierten seine Frau und er gemeinsam mit Freunden in einer ersten Spendenaktion große Säcke Mais, Reis und Zucker für das Heim. Sie versprachen damals wiederzukommen und diese Hilfe fortzusetzen.

Der kenianische Staat finanziert Schulen und Heime wie diese. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung allerdings müssen die Eltern selbst aufbringen. Und das ist für die meisten Familien unmöglich. Gäbe es keine Spenden, hätten diese Kinder keine Chance. „Wir freuen uns über alle Familien, die ihren geistig behinderten Kindern das Recht auf Bildung zugestehen. Wenn wir die Aufnahme aber von einem festen Schulgeld abhängig machen würden, kämen höchstens 5 – 10 % der Kinder“, erklärt Schul- und Heimleiter Bwana Bute.  Die Schüler leben das ganze Jahr über im Heim der Schule. Das Schulgeld für die Kinder beträgt pro Monat ca. € 20,-, was von der Mehrzahl der Familien nicht aufgebracht werden kann. Da es aber um das „Recht auf Bildung für alle“ geht, bemüht sich die Schule für die Mehrzahl der Kinder Spenden zu sammeln, um sie in der Schule zu betreuen. Aus eigener Kraft zusätzlich die finanziellen Mittel für eine Wasserförder- und –aufbereitungsanlage aufzubringen, war für die Schule unmöglich. Trinkwasser beziehen die Schulen normalerweise durch aufgefangenes Regenwasser. In den letzten Jahren hatte es aber oft bis zu acht Monaten nicht geregnet. Solange kann man kein Regenwasser aufheben, daher musste Wasser aus anderen Orten gekauft werden. So entstand die Idee, nachhaltig Hilfe zu leisten und unter der Patenschaft des ASB Ortsverbandes Nauen e.V. Spenden für eine Wasserförder- und –aufbereitungsanlage zu sammeln.