ASB Ferienlager 2017 im Erlebnispark Paaren

229 Kinder aus dem Havelland und darüber hinaus verbringen einen Teil ihrer Ferien im Sommercamp des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) auf dem Erlebnispark in Paaren im Glien. Viele von ihnen kommen immer wieder.

Paaren-Glien. Die Musik tönt lautstark aus einer Box, die Sonne scheint und innerhalb kurzer Zeit ist die Wiese auf dem Gelände des Erlebnispark in Paaren im Glien von 113 Kinder bevölkert. Gespannt warten sie auf den Start der 7. Kinderolympiade des Sommercamps, das jährlich vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) organisiert wird. In mehreren Teams messen sich die Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren beim Sackhüpfen, Armdrücken, Liegestützen oder auch Federball-Zielwurf. Bei letzterem kommt es vor allem auf ein gutes Auge an.

Gekonnt gilt es den Ball über das Netz direkt in eine Pappschachtel zu spielen. Für den neunjährigen Stefan Riebo aus Wustermark kein Problem. „Ich habe gleich auf Anhieb getroffen", erzählt er stolz. An dem Sommercamp des ASB nimmt er zum ersten Mal teil und ist begeistert. „Es macht sehr viel Spaß hier und die anderen Kinder sind auch alle nett, wir verstehen uns gut", sagt er.

Das hört vor allem Christian Mundel gerne. Zum sechsten Mal organisiert er für den ASB bereits dieses Ferienlager. „Inzwischen ist das Sommercamp schon eine richtige Institution geworden, viele Kinder kommen seit Jahren immer wieder hierher", so Christian Mundel. In den vergangenen Jahren sei die Resonanz zudem stetig gestiegen. So kann der Campleiter diesmal 229 Kinder, verteilt auf zwei Wochen, begrüßen. Und die kommen längst nicht mehr nur aus dem Havelland. „Wir haben auch Jungen und Mädchen aus Bernau, Potsdam und Berlin zu Gast", so Mundel.

Der Erlebnispark sei geradezu ideal für ein solches Ferienlager. „Wir haben tolle Gegebenheiten, mit dem Wasserspielplatz, den Tieren und der Mehrzweckhalle, die wir nutzen können", sagt Christian Mundel. Das macht die Kinder auch unabhängig vom Wetter. Regnet es, verlegen sie ihre Aktivitäten einfach in die große Halle. „In der ersten Woche hatte es drei Tage geregnet, das hat den Kindern aber weniger ausgemacht als den Betreuern", erzählt der Campleiter.

Das Sommercamp ist für Christian Mundel jedes Jahr ein Höhepunkt. Nicht nur weil ihm die Arbeit mit Kindern so viel Spaß bereitet, sondern, weil er deren Entwicklung mitbegleiten kann. „Wenn Kinder über Jahre immer wieder kommen, kann man wunderbar sehen, was aus ihnen wird, das ist toll", so Mundel. Zur Seite steht ihm dabei ein multikulturelles Betreuerteam. „Ohne diese Helfer könnten wir das hier nicht meistern", sagt er.

Einer der Helfer ist Wladik Trusau. Für die Kinderolympiade betreut der Potsdamer den Armdrück-Stand. Für den 19-Jährigen ist es bereits das zweite Sommercamp. „Meine Tante arbeitet auch hier und irgendwann hat sie mich geragt, ob ich mithelfen möchte", erklärt er. Der Potsdamer macht gerade eine Ausbildung zum Erzieher und kommt mit den Kindern daher gut zurecht. „Ich betreue drei Zelte, zwei sind ganz harmlos, bei dem anderen muss ich mich häufig etwas mehr durchsetzen," erzählt er.

Ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist Marie Sophie Längski. Die Elfjährige hat schon im vergangenen Jahr das Sommercap besucht. „Dadurch kannte ich hier schon ein paar Kinder, die ich damals kennegelernt habe", erzählt die Brieselangerin. Neben den vielen gemeinschaftlichen Aktivitäten gefällt ihr vor allem die Mehrzweckhalle des Erlebnisparks, in der sich die Junge und Mädchen austoben können und viele verschiedene Ballspiele auf die Kinder warten.

Nach ein paar Tagen, das merkt Campleiter Christian Mundel immer wieder, kommt auch bei den Kindern ein wenig Erschöpfung auf. „Ein Sommercamp mit Zelten ist eben doch was anderes, außerdem spielen die Kinder den ganzen Tag, da ist es klar, dass sie irgendwann schlapp machen", so Mundel. Doch auch für Entspannung ist gesorgt. Der Abend kann mit einer Bratwurst vom Grill ganz entspannt genossen werden.

 

(Text und Bild von Danilo Hafer, http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Ferienspass-im-Sommercamp, 02.08.2017, mit freundlicher Genehmigung der MAZ)