ASB "Familienprojekt"

„Stationäre Familienbetreuung“ als Alternative zur „Fremdunterbringung von Kindern auf unbestimmte Zeit“.

Der Schutz der Familie steht im Mittelpunkt.
Foto: C. Gericke / ASB

Im ASB Kinder-, Jugend- und Familienzentrum wird seit Herbst 2000 das Konzept einer stationären Familienbetreuung angeboten, um durch eine sehr intensive Elternarbeit die Herausnahme von Kindern aus ihren Familien zu verhindern, oder die Reintegration bereits fremd untergebrachter Kinder zu ermöglichen.

Wir bieten Familien, bei denen bei weiterem Verbleib der Kinder zu derzeitigen Bedingungen von einer akuten oder latenten Kindeswohlgefährdung ausgegangen werden muss, einen intensiven und geschützten Rahmen, in dem die Hilfe unmittelbar und zeitnah ins Alltagsgeschehen eingreifen kann.

Die Familien wohnen in einer vom Träger zur Verfügung gestellten Wohnung, in der sich ein Büro für die Fachkräfte befindet. Durch die tägliche Präsenz der Familienhelfer erleben diese ungestellte, reelle Situationen gemeinsam mit der Familie und können sofort und zielgerichtet erzieherisch wirken.

Wir bieten den Eltern in einem Zeitraum von 2 bis 3 Jahren sozialpädagogische Unterstützung in den alltäglichen Belangen und bei der Erziehung und Förderung der Kinder. Unser Ziel ist es, Perspektiven für die gesamte Familie zu entwickeln und die Familie zu befähigen, alleine oder mit möglichst geringer Hilfe nach der Maßnahme leben zu können.

Das Familienprojekt leistet so einen Beitrag, die Grenzen der ambulanten und teilstationären Hilfen und die der Heimerziehung zu überwinden und diese Hilfe familienorientiert und -erhaltend auszurichten.

Ein wesentliches Aufnahmekriterium ist der Wunsch, gemeinsam zu leben, das bestehende Familiensystem aufrechtzuerhalten und die sehr intensive Hilfe annehmen zu wollen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre.